UTOPIA STOCK EXCHANGE 18 01 2014 19:30 
Welt ohne Lügen (WOL) Alles flach (ALF) Alles für alle und zwar umsonst (AAA) Behinderte im Fokus (BIF) Moderolltreppe zum Ganzkörpertrockner (MGT) Utopia Institut (UTF) Arnsberg (ABG) Genossenschaft Dortmund (GDO) Wasserpark Dortmund (WPD) Sammler und Jäger (SUJ) Dialogmaschine (DMV) Emotionen sind Naturgewalten (AEO) Welt ohne Sakko (WOS)

Welt ohne Lügen (WOL)

Dortmunder sagen immer die Wahrheit. Dank genetischer Manipulation sind sie biologisch gesehen gar nicht mehr in der Lage, zu lügen. Das Problem, dass Politiker vor der Wahl etwas versprechen und es nach der Wahl nicht halten, gibt es in Dortmund nicht. Die Politiker knicken niemals ein und lassen sich unter keinen Umständen auf faule Kompromisse ein. Sie halten ihr Wort und stehen für ihre Überzeugungen gerade. Seit der genetischen Deaktivierung des Lügengens gibt es in Dortmund keine “Machtmenschen” mehr, sondern nur noch sogenannte “Wertemenschen”. Diese halten sich treu an die Werte, die auf die Anfänge des Christentums zurückgehen und ihnen durch die Tradition vorgegeben sind. Aufgrund der Unfähigkeit selbst zu kleinen Notlügen kommt es in Dortmund hin und wieder zu peinlichen Situationen. Zugunsten unbedingter Wahrheit nehmen die Bürger dies aber gern in Kauf.


UTOPIA STOCK EXCHANGE (USE) macht das Dortmunder U zur Börse für Utopien und das Unionviertel zum neuen Dortmunder Börsenviertel.

Jede Stadt braucht einen Ort, an dem Bürgerinnen und Bürger Visionen für ihre Stadt in die Hand nehmen können. Sie drehen und wenden, ihren Realitätsgehalt überprüfen, ihre Strahlkraft spüren. Ein Zentrum, an dem – wie an der Börse – harte Realität auf radikale Phantasie trifft, an dem kollektiv geträumt, gehandelt, bewertet und vielleicht abgestürzt wird. An dem die Zukunft Ihrer Stadt von den Bürgerinnen und Bürgern selbst aufs Spiel gesetzt werden kann.

Ein solches Zentrum gibt es in Dortmund bereits: Das Dortmunder U. UTOPIA STOCK EXCHANGE (USE) unternimmt den Versuch, das besondere Potential dieses Ortes auf die Spitze zu treiben: als Börse für Utopien. USE gibt ökonomische Prinzipien wie Spekulation und Teilhabe zurück an Bürgerinnen und Bürger der Stadt. USE handelt Utopien für Dortmund.

An die Börse gebracht von Utopisten aus Dortmund. Ideen zur Verbesserung der Stadt, des Selbst oder der Welt – von Dortmund aus gesehen.

USE lässt den Ideen freien Lauf und fragt: Was würden Sie machen, wenn Geld, Zeit und Machbarkeit ausnahmsweise einmal überhaupt keine Rolle spielten? Wie sollte Dortmund sein, wenn alles möglich wäre? Was wäre anders in einer perfekten Welt? Wie wären Politik, Wirtschaft und soziales Miteinander in Ihrer Wunschwelt organisiert? Beim Handelsabend am 18. Januar 2014 im Dortmunder U entscheidet sich, welche Utopie die meisten Anhänger findet und was am Ende zählt: Geld oder der Glaube an die Zukunft?

USE ist ein Spielformat von Invisible Playground – einer Künstlergruppe, die Spiele für Städte entwickelt, gemeinsam mit Dortmunder Bürgerinnen und Bürgern.

USE Credits

Ein Spiel von Invisible Playground veranstaltet von Hartware MedienKunstVerein (HMKV) und Urbane Künste Ruhr im Dortmunder U im Rahmen des NEW INDUSTRIES FESTIVALS, der Ausstellung REQUIEM FÜR EINE BANK und der NEW INDUSTRIES KONFERENZ

Nach einer Idee von Carolin Hochleichter, Sebastian Quack und Jutta Wangemann

Team USE Dortmund: Daniel Boy, Manuel Bürger, Mira Frye, Anna Hentschel, Holger Heissmeyer, Christina Prötschner, Sebastian Quack, Wilma Renfordt, Fabian Saavedra-Lara

Gestaltung Print & Medien: The Laboratory of Manuel Bürger

Photocredits: Hans Jürgen Landes, REUTERS/Brendan McDermid

Veranstaltet von:

Gefördert von:

Gefördert durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) Gastspielförderung Tanz International aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages